Leitfaden zur digitalen Fallakte
Überblick über Mehrwert, Ablauf und Praxisbeispiele – für Bestatter, Hinterbliebene, Vorsorge und Behörden.
Welchen Mehrwert bietet BeStaDig?
BeStaDig unterstützt Vorsorge und Trauerfallabwicklung durch klare Struktur, zentrale Unterlagen und abgestimmte Zusammenarbeit.
Für Vorsorgende
Entlastung schon zu Lebzeiten
Zentrale Ablage aller relevanten Daten: Sichere Speicherung persönlicher Dokumente, Verträge und Informationen an einem Ort.
Benennung von Vertrauenspersonen: Festlegen, wer im Ernstfall informiert wird und Entscheidungen treffen darf.
Hinterlegung persönlicher Wünsche: Individuelle Vorstellungen zur Bestattung sowie Zuordnung von Vorsorgeverträgen.
Für Hinterbliebene
Orientierung und Sicherheit im Trauerfall
Schneller Zugriff: Relevante Informationen stehen digital bereit.
Aufgabenübersicht: Notwendige Schritte inkl. Fristen und benötigter Unterlagen.
Kontakt zum Bestatter: Direkter digitaler Zugang zu geeigneten Bestattern in der Region.
Wünsche einsehbar: Sicherheit, im Sinne der verstorbenen Person zu handeln.
Angebot & Auftrag: Leistungen vergleichen, Kostenrahmen sehen, Aufgaben beauftragen oder selbst übernehmen.
Gemeinsam bearbeiten: Abgestimmte Entscheidungen mit Beteiligten.
Für Bestatter
Effizienz und Klarheit in der Fallbearbeitung
Strukturierte Falldaten: Weniger Rückfragen, klare Informationslage, geordnete Zusammenarbeit mit Angehörigen.
Vereinfachter Angebotsprozess: Standardisierte Leistungspakete für schnelle Angebotserstellung bei klarem Kostenrahmen.
Vorsorge integrieren: Vorsorgeangebote und Verträge können direkt der Vorsorgeakte zugeordnet werden.
Für Behörden
Effiziente und fehlerarme Bearbeitung
Strukturierte Daten & Dokumente: Weniger Medienbrüche, weniger manuelle Nachbearbeitung.
Digitaler Datentransfer: Beschleunigte Schritte und geringere Fehlerquote.
Wie funktioniert BeStaDig?
BeStaDig führt Beteiligte Schritt für Schritt durch Vorsorge- und Trauerfälle – digital, strukturiert und nachvollziehbar.
1. Fall oder Vorsorgeakte anlegen
Im Trauerfall legen Hinterbliebene den Fall an oder ein Bestatter erstellt die Akte.
In der Vorsorge wird eine Vorsorgeakte für sich selbst oder eine andere Person angelegt.
2. Beteiligte vernetzen
Relevante Personen und Institutionen erhalten passende Zugriffsrechte. Einladungen können per E-Mail erfolgen.
3. Digital abwickeln
Aufgaben werden in sinnvoller Reihenfolge angezeigt. Dokumente werden erstellt oder hochgeladen.
Bearbeitungsstand und Kostenrahmen bleiben einsehbar.
Praxisbeispiele
Trauerfall
Bestatter legt die Fallakte an, lädt Hinterbliebene ein. Nach der Registrierung sind notwendige Schritte,
erledigte Punkte und offene Aufgaben sofort sichtbar. So behalten alle Beteiligten den Überblick.
Vorsorge
Eine vorsorgende Person hinterlegt Wünsche, Dokumente und eine Kontaktperson. Im Ernstfall erhält die Kontaktperson
Zugriff auf die Vorsorgeakte und die gespeicherten Informationen sind sofort verfügbar.
Rollen im Alltag – Beispiele aus der Praxis
Vorsorgende
Wünsche, Unterlagen, Vertrauenspersonen
Alles an einem Ort: persönliche Daten, Versicherungen, Verträge, Kontakte.
Wünsche festhalten: Bestattungsart, Grabart, Musik, Anzeige, Redner, Blumen.
Kontaktperson definieren: Hauptansprechpartner und Berechtigungen.
Nahtloser Übergang: Vorsorgeakte kann später zur Hinterbliebenenakte umgestellt werden.
Praxisbeispiel: Grabnummer, Friedhofskontakt und Police sind hinterlegt – im Ernstfall sind Informationen sofort griffbereit.
Praxisbeispiel: Wünsche wie „keine öffentlichen Bekanntmachungen“ sind dokumentiert – Entscheidungen sind klar.
Hinterbliebene
Aufgaben verteilen, Unterlagen nachreichen
Aufgaben verteilen: parallel arbeiten, ohne doppelte Telefonate.
Dokumente nachreichen: Upload statt wiederholter Nachfragen.
Überblick: sichtbar, was erledigt ist und was fehlt.
Praxisbeispiel: Urkunden werden von mehreren Personen hochgeladen – der Bestatter sieht sofort „vollständig“ und arbeitet weiter.
Praxisbeispiel: Aufgabenbereiche (Versicherungen, Trauerfeier, Wohnung) werden verteilt – Status ist für alle nachvollziehbar.
Bestatter
Struktur, Unterlagen-Tracking, Abstimmungen
Fall anlegen: Basisdaten, Ansprechpartner, Pakete/Leistungen, Start-To-dos.
Unterlagen-Tracking: fehlende Dokumente sind gezielt sichtbar.
Absprachen festhalten: Anzeige-Text, Musikliste, Terminabstimmung, Kostenrahmen.
Praxisbeispiel: Paket auswählen → Aufgaben entstehen automatisch (Standesamt, Termine, Freigaben) und Fortschritt ist einsehbar.
Praxisbeispiel: Freigaben im Portal statt Telefonkette – Anzeige kann ohne Verzögerung geschaltet werden.
Behörden
Gezielte Rückfragen, Status, aktuelle Unterlagen
Gezielte Rückfragen: klar benennen, was fehlt.
Status sichtbar: eingegangen / in Prüfung / Rückfrage / abgeschlossen.
Aktuelle Unterlagen: neue Versionen sind zentral verfügbar.
Praxisbeispiel: schlecht lesbare Urkunde → Rückfrage im Vorgang → neue Version wird hochgeladen, ohne mehrfaches Nachtelefonieren.
Praxisbeispiel: fehlende Daten werden im Portal ergänzt – Informationsverlust zwischen Stellen wird reduziert.